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PISA

PISA ist das Akronym für: Programme for International Student Assessment

Im Abstand von drei Jahren nehmen weltweit mehr als eine halbe Million Schüler/-innen an PISA teil und zeigen, ob sie ihr schulisches Wissen und Können in alltagsnahen Problemstellungen anwenden können. PISA misst und vergleicht dazu die Grundkompetenzen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaft. Im Wechsel wird jeweils einer der drei Bereiche zur Hauptdomäne, also umfangreicher überprüft als die beiden anderen Bereiche.

PISA hatte nach 2000 und 2009 im Jahr 2018 zum dritten Mal die Lesekompetenz als Schwerpunkt.

In Österreich nahmen 6.802 Schüler/-innen aus 291 Schulen aller Schulformen teil, die zum Testzeitpunkt von 15- bzw. 16-Jährigen (Geburtsjahrgang 2002) besucht wurden. Darunter waren auch Schularten/-formen der Sekundarstufe 1, da auch Schüler/-innen erfasst werden sollen, die nicht „ganz im Plan“ sind (Beginn mit Vorschulstufe, Wiederholung von Schulstufen). Es wird somit quasi der kumulative Lernertrag gegen Ende der Schulpflicht erfasst.

Der Pisa-Test wurde bereits im April und Mai 2018 und diesmal ausschließlich am Computer durchgeführt. Der eigentliche Test dauerte zwei Stunden.

Da auch die Kontextbedingungen (zB.: Bildungsabschlüsse der Eltern, Migrationshintergrund, …) die den Kompetenzerwerb beeinflussen, von Interesse sind, musste danach noch ein Fragebogen ausgefüllt werden, was weitere 50 Minuten in Anspruch nahm.

Durch die Verwendung des Computers war auch ein adaptiver Testablauf möglich: Es gab nicht ein fixes Aufgabenheft, sondern 3 Aufgabenblöcke mit leichteren, mittelschweren und schwierigeren Aufgaben. Zuerst erhielten alle die mittelschweren Aufgabenstellungen. Je nach Gelingen wurde dann der Aufgabenblock mit den schwierigeren oder den leichteren Aufgabenstellungen eingespielt und zuletzt der „Rest“.

Lesen als Schlüsselqualifikationen für digitalisierte Welt

Wie die OECD ausdrücklich betonte, wurde auch bei dieser Pisa-Studie kaum gelerntes Wissen abgefragt. Vielmehr gehe es bei dem Test-Setting darum, zu untersuchen, "ob die Schülerinnen und Schüler in der Lage waren, Wissen anzuwenden, Fakten von Meinungen zu unterscheiden, Informationen zu verknüpfen und eigene Lösungswege zu finden – Schlüsselqualifikationen in einer zunehmend digitalisierten Welt."

Der OECD-Generalsekretär erklärte auch, warum der Schwerpunkt Lesen so wichtig ist: weil sich die Lesekompetenzanforderungen an junge Menschen grundlegend gewandelt haben. Das Smartphone habe die Art und Weise, wie Menschen lesen und Informationen austauschen, verändert, es seien neue Textformen entstanden. Zudem werde es immer schwieriger, aus den vielen Antworten, die das Internet auf Fragen liefere, herauszufinden, welche denn der Wahrheit entsprechen.

Warum Lesekompetenz wichtiger denn je ist

Die aktuellen Pisa-Ergebnisse hätten gezeigt, schreibt Gurría, "dass in den OECD-Ländern weniger als ein Zehntel der Schülerinnen und Schüler in der Lage ist, anhand von impliziten Hinweisen in Bezug auf Inhalt oder Informationsquelle zwischen Tatsachen und Meinungen zu unterscheiden. Nur in den genannten vier chinesischen Regionen, in Kanada, Estland, Finnland, Singapur und den Vereinigten Staaten stellte mehr als ein Siebtel der Schülerinnen und Schüler ein solches Lesekompetenzniveau unter Beweis." (aus DerStandard – Inland vom 3.12.2019)

Die OECD hat zu den Ergebnissen der neuen Pisa-Studie eine interaktive Datenvisualisierung entwickelt, die Sie unter https://www.compareyourcountry.org/pisa finden.

 

Mehr Informationen unter: https://www.bifie.at/material/internationale-studien/pisa/pisa-2018/

 

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