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Einmal spF - immer spF?

Aufhebung des sonderpädagogischen Förderbedarfs

Ein sonderpädagogischer Förderbedarf soll es Kindern mit einer psychischen oder physischen Behinderung gegebenenfalls ermöglichen, dem Unterricht einer „Regelschule“ zu folgen.

Die Feststellung „sonderpädagogische Förderbedarf“ bleibt (nur) so lange erhalten, bis auf die sonderpädagogische Förderung verzichtet werden kann. pdfAntrag auf Aufhebung des spF

SchPflG § 8:

(3) Sobald bei einem Kind auf die sonderpädagogische Förderung verzichtet werden kann, hat der Landesschulrat die Feststellung gemäß Abs. 1 aufzuheben.

(3a) Bei körperbehinderten und sinnesbehinderten Schülern, die in eine Sekundarschule nach Erfüllung der allgemeinen Aufnahmsvoraussetzungen der jeweiligen Schulart aufgenommen werden, ist die Feststellung ..... aufzuheben. Dies gilt nicht beim Besuch einer Sonderschule.

Im Zusammenhang mit § 8 Abs.3a muss beachtet werden,

dass bei körperbehinderten und sinnesbehinderten Kindern nicht generell eine Aufhebung der Feststellung „spF“ vorzunehmen ist, wenn diese Kinder in eine Sekundarschule wechseln.

Abs.3a bezieht sich auf Kinder, bei denen Aufnahmsvoraussetzungen der jeweiligen Schulart erfüllt sind. Wenn also zB beim Übertritt in eine NMS die 4. Schulstufe der Volksschule erfolgreich abgeschlossen ist, wird die Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfes aufgehoben. Der Landesschulrat hat die erforderlichen Lehrplanabweichungen festzulegen.

SchUG § 21b Abs.4

Für körperbehinderte und sinnesbehinderte Schüler, die nach erfolgreichem Abschluss der 4. Schulstufe einer Volksschule oder einer nach dem Lehrplan der Volksschule geführten Sonderschule in die Neue Mittelschule aufgenommen werden, hat die zuständige Schulbehörde unter Bedachtnahme auf die Behinderung und die Förderungsmöglichkeiten sowie die grundsätzliche Aufgabe der Neuen Mittelschule (§ 21a) Abweichungen vom Lehrplan festzulegen.

Es kann auch ein behinderungsspezifischer Förderunterricht vorgesehen werden, der integrativ oder individuell erfolgen kann.

Werden die Aufnahmsvoraussetzungen nicht erfüllt, dh das Bildungsziel der jeweiligen Schulart ist auch mit den behinderungsspezifischen Lehrplanab-weichungen nicht mit den in vollem Umfang erreichbar bzw. es liegen zusätzliche Beeinträchtigungen vor, so ist der sonderpädagogische Förderbedarf nicht aufzuheben.

Das BMB hat für SchülerInnen mit körperlicher Behinderung, die über die Eignung zum Besuch einer allgemeinbildenden höheren Schule oder berufsbildenden mittleren oder höheren Schule verfügen, 2013 das Projekt „Persönliche Assistenz in Bildngseinrichtungen“ (PAB) gestartet. –Rundschreiben Nr. 4/2013

Geltungsbereich der Inhalte

Schulgesetze gelten in der Regel österreichweit. mehr