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"Durch den Einsatz von ExpertInnen wird garantiert, dass die sensible sexuelle Bildung kind- und jugendgerecht gestaltet wird und damit ankommt." so der Tenor auch bei der Pressekonferenz mit Landesrätin Mag. Ursula Lackner siehe hier

Der Psychoanalytiker und Sexualtherapeut Prof. Josef Christian Aigner kritisiert  in seinem Beitrag "Sexualerziehung zwischen Weltanschauung und Dilettantismus" in der Zeitschrift "Die Furche" vom 4.Juli 2019, dass einerseits die traditionelle Familien- und Ehevorstellung unkritisch reproduziert wird, während man auf der anderen Seite des weltanschaulichen Spektrums meint, Kinder und Jugendliche mit einer extremen Nivellierung konfrontieren zu müssen, wonach Geschlechterunterschiede vernachlässigbar, Burschen- oder Mädchensin sowieso unsicher und Geschlecht quasi frei wählbar wären.

Prof. Wolfgang Plaute, Leiter des Bundeszentrums für Sexualpädagogik an der PH Salzburg, meint im Beitrag "Liebe mit demSmartphone lernen", in Der Presse vom 6.7.2019, "Nicht allen Lehrerinnen und Lehrern sei es gegeben, das Thema entsprechend den pädagogischen Vorgaben zu bearbeiten." Im Rahmen seines pdf sexualpädagogischen Projektes mit dem Schwerpunkt Medien "Expedition Liebe" soll auch eine gleichnamige Website entwickelt worden sein.

 

Stellungnahme zur Debatte um Sexualerziehung durch externe Vereine,

3.Juli2019, Ilse Schmid Präsidentin LVEV

Eltern müssen drauf vertrauen können, dass Schulleitungen und Lehrpersonen im Rahmen des Unterrichts ihren Kinder nur derartige Inhalte präsentieren oder zugänglich machen, die nach Inhalt und Form dem Lehrplan der betreffenden Schulstufe entsprechen und geeignet sind.

Externen Personen vollständig eine Unterrichtserteilung, noch dazu im sehr sensiblen Bereich der Sexualpädagogik, zu überlassen ist ungesetzlich, und auch ein Vertrauensbruch.

Durch Abwesenheit der Lehrpersonen während dieser als Workshop bezeichneten Unterrichtseinheiten, weiß letztlich keine der für die Kinder verantwortlichen Personen, was im sogenannten Workshop tatsächlich abgelaufen ist. Etwaige verstörende Situationen können auch mangels Anwesenheit der eigentlich zuständigen Lehrperson nicht unterbunden werden.

Kinder, die durch einzelne Inhalte überfordert oder gar verstört worden sind, werden von Lehrpersonen und Eltern nicht aufgefangen. Denn die verstörenden Inhalte oder Situationen sind ja nicht bekannt, da die Schule das Heft aus der Hand gegeben hat.

Lehrpersonen durchlaufen eine mehrjährige Ausbildung, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben befähigen müsste. Zu diesen Aufgaben gehören auch die Vermittlung der Lehrplaninhalte zum Thema Sexualität und die Umsetzung der Grundsätze für das Unterrichtsprinzip Sexualpädagogik. Ein Übertragen dieser Pflichten an Externe ist hintanzuhalten.

Für besondere Fragestellungen einzelner Kinder und Jugendlichen kann an der Schule

ein Team von Personen (Schularzt/-ärztin, Psychologe/-gin, Beratungslehrer/innen, Vertrauenslehrer/innen) gebildet werden, die einerseits regelmäßig aber auch flexibel auf Anfrage hin zur Verfügung stehen.

Ebenso sollte an jeder Schule die Information verfügbar sein (zB Plakat), an welche außerschulischen Stellen sich Kinder und Jugendliche wenden können und wie diese erreichbar sind.

Last but not least sei auch der Grundsatz der Schulgeldfreiheit erwähnt. Für Unterrichtserteilung, auch wenn diese Workshop oder sonst wie genannt wird, von den Eltern eine Bezahlung zu verlangen, ist ungesetzlich.

 

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