Der Einfluss des familiären Hintergrunds wird auch dadurch unterstrichen, dass er teils stärkere Zusammenhänge mit dem schulischen Erfolg aufweist als schulische Faktoren wie z. B. die Klassengröße oder die finanziellen Ausgaben pro Schülerin oder Schüler (Hattie, 2011).
„So haben Schüler und Schülerinnen aus dem Viertel mit dem höchsten sozioökonomischen Status in Mathematik um 106 Punkte mehr erreicht als jene aus dem niedrigsten Viertel. In Österreich ist der Leistungsunterschied im Vergleich zu 2018 sogar größer geworden. Die Leistung der Schüler und Schülerinnen mit ungünstigsten Voraussetzungen fiel zurück, hingegen blieben die Ergebnisse jener mit den günstigsten Lernvoraussetzungen gleich.“ (PISA 2022)
„Die Nachricht an die Eltern einer Volksschulklasse in der Steiermark wirkt zunächst lapidar: Eltern sollen mit den Kindern mehr üben, mehr unterstützen, schlicht und ergreifend einfach mehr zu Hause machen. Tatsächlich zeigt sie aber sehr deutlich, wohin sich Schule derzeit verschiebt: immer stärker hinein in die Familien. Immer mehr von dem, was Schule leisten sollte, wird in den privaten Alltag verlagert. Der Esstisch wird damit zur Verlängerung des Klassenzimmers.“ (Kommentar eines Elternteils)
