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Die Statuten sind eine wichtige Grundlage für die Vereinstätigkeit

Musterstatuten Elternverein zur Anpassung

Statutenvorlage Verein

§ 3. (1) Die Gestaltung der Vereinsorganisation steht den Gründern und den zur späteren Beschlussfassung über Statutenänderungen berufenen Vereinsorganen im Rahmen der Gesetze frei.

Auszug aus der Sonderausgabe Elternbrief "Elternvereine als Zahler" ISBN: 978-3-9504011-0-3

Die gesetzlichen Mindestanforderungen an ein Vereinsstatut sehen vor, dass dieses eine klare und umfassende Beschreibung des Vereinszwecks, die Vereinstätigkeit sowie deren Finanzierung enthält.

Setzt ein Elternverein Tätigkeiten, die nicht von den Statuten des Vereins gedeckt sind, kann dies zur Auflösung führen. Gemäß § 29 Abs 1 VerG 2002 kann ein Verein durch Bescheid aufgelöst werden, wenn er seinen statutenmäßigen Wirkungskreis überschreitet oder überhaupt seinen rechtlichen Bestand nicht entspricht.

Umgekehrt hat ein Elternverein keine Verpflichtung, alle in den Statuten festgelegten Vereinsziele und Tätigkeiten umzusetzen.

Eine wirtschaftliche Tätigkeit – wie etwa das Anbieten von Zusatzangebot gegen Entgelt – hat einen Niederschlag in den Statuten zu finden. Die wirtschaftliche Tätigkeit des Vereins muss dem ideellen Zwecken untergeordnet sein (wird unter anderem auch als sogenanntes Nebenzweckprivileg bezeichnet). Werden die wirtschaftlichen Tätigkeiten des Vereins in den Statuten nicht angeführt, hat die Vereinsbehörde die Möglichkeit, gemäß § 29 Abs 1 VerG den Verein aufzulösen.Die gesetzlichen Mindestanforderungen an ein Vereinsstatut sehen vor, dass dieses eine klare und umfassende Beschreibung des Vereinszwecks, die Vereinstätigkeit sowie deren Finanzierung enthält.

Der Zweck des Elternvereins sollte nicht verschwommen oder mehrdeutig dargestellt werden. Es muss eine konkrete Umschreibung des Vereinszwecks vorhanden sein. Dies kann etwa in Form einer Aufzählung der durch den Elternverein verfolgten Ziele geschehen. Bezweckt der Verein ein ergänzendes Angebot an Schulen zu schaffen, so sollte dies in der Aufzählung der Ziele eine Erwähnung finden. Die Formulierung des Vereinszwecks ist auch für die Qualifikation als gemeinnütziger Verein von Bedeutung, da anhand dieser Statutenregelung beurteilt werden kann, ob es sich um eine ideelle Zielsetzung handelt.

Daher:

Ebenso wie der verfolgte Zweck sind auch die Tätigkeiten des Vereins, die zur Verwirklichung der Vereinszwecke vorgenommen werden, in die Statuten aufzunehmen. Die einzelnen Tätigkeiten sollten etwa in Form einer Aufzählung im Vereinsstatut festgehalten werden.

Ebenso ist die Art der Aufbringung der finanziellen Mittel anzuführen.

Der Verein darf nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet sein. Bei der Beurteilung, ob dies der Fall ist, sind jedoch nicht bloß die Statuten, sondern die Tätigkeit des Vereins ausschlaggebend.

 

Beispiele

Zweck des Vereins:

Der Elternverein xxxx hat die Interessen seiner Vereinsmitglieder im Zusammenhang mit der Unterrichts- und Erziehungsaufgaben der Schule xxxx zu vertreten. Zum ausschließlichen und unmittelbaren Zweck zählen insbesondere:

die Mitwirkung im Rahmen der österreichischen Schulorganisation und die Erfüllung der dabei dem Verein zukommenden Aufgaben

die Unterstützung des Lehrpersonals an der Schule xxxx, der Vereinsmitglieder und der Schülerinnen und Schüler in schulischen Angelegenheiten

die Abhaltung von weiterbildender, informativer oder gesellschaftlicher Veranstaltungen

die Schaffung oder Finanzierung eines ergänzenden Unterrichtsangebots neben den bereits bestehenden schulischen Angeboten“]

Wie kann die Darstellung der Vereinstätigkeiten im Statut erfolgen?

Beispielhafte Formulierung eines Passus:

Tätigkeiten:

„Für die Verwirklichung des Vereinszwecks sind folgende Vereinstätigkeiten vorgesehen:

Vorträge und Informationsveranstaltungen,

Diskussionsveranstaltungen,

Mitgliederversammlungen,

Weiter- und Fortbildungsveranstaltungen,

Sportveranstaltungen,

die Finanzierung oder Abhaltung zusätzliche Unterrichtseinheiten,

Abhaltung von Seminaren,

die Zurverfügungstellung von Unterrichtsmaterialien,

Herausgabe von Publikationen

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  • Vereinsgesetz 2002

    Mittwoch, 27. Juli 2016 00:00

    Vereinsgesetz 2002 Stammfassung BGBl.I Nr.66/2002 in Kraft seit 1. Juli 2002

    Das neue Vereinsgesetz gilt auch für bestehende Vereine seit dem Tag des In-Kraft-Tretens. Notwendige Statutenanpassungen müssen bis spätestens 30. Juni 2006 erfolgt sein.

    Umfangreiche Informationen sind auf der Homepage des Bundesministeriums für Inneres - Vereinswesen - erhältlich.

    Vom Bundesministerium für Finanzen gibt es eine Neuauflage (AUGUST 2016) der Broschüre Vereine und Steuern

    Literatur: Felix Prändel, Vereinsgesetz 2002, Gesetzesausgabe mit Mustersatzung; Rauscher, Scherhak, Hinterleitner Manz&Wirtschaftsblatt, Ratgeber: Vereine 

    Nachstehend eine Auswahl aus den Bestimmungen, die für EV wichtig sind:

    Ein Verein im Sinne dieses Bundesgesetzes (§ 1) ist ein

    + freiwilliger

    + auf Dauer angelegter

    + aufgrund von Statuten organisierter Zusammenschluss mindestens zweier Personen

    + zur Verfolgung eines bestimmten gemeinsamen ideellen Zwecks.

    Freiwillig, d.h. keine Zwangsmitgliedschaft,

    auf Dauer, d.h. Tätigkeit ist auf längere Zeit ausgerichtet.

    Organisierter Zusammenschluss, d.h. Verein ist juristische Person mit eigener Rechtspersönlichkeit und handelt auf Basis seiner Statuten

    Ideeller Zweck, d.h. Der Verein darf nicht auf Gewinn berechnet sein. Ein Verein darf eine auf Gewinnerzielung gerichtete Tätigkeit ausüben, solange nicht beim Verein anfallende Gewinne an Vereinsmitglieder zweckwidrig ausgeschüttet oder zweckwidrig an Dritte verteilt werden. Der Verein darf auch seinen Mitgliedern durch die Erbringung wirtschaftlich werthafter Leistungen dienlich sein. Entscheidend ist, dass der Vereinszweck als solcher nicht in der Gewinnerzielung besteht und dass er nicht nur ein Deckmantel für eine Erwerbstätigkeit seiner Mitglieder oder dritter Personen ist.

    Will der Verein die abgabenrechtlichen Begünstigungen für gemeinnützige Organisationen in Anspruch nehmen, so muss in den Statuten für den Fall der Auflösung des Vereines eine Weitergabe des Vermögens an entsprechende Adressaten festgelegt werden.

    Das heißt:  Die "Gemeinnützigkeit" ist ein abgabenrechtlicher Begriff und der "gemeinnützige Verein" kein Synonym für den ideellen Verein im Sinne des Vereinsgesetzes. 

    Als juristische Personen sind Vereine rechtsfähig, d.h. sie können Rechte und Pflichten haben. Vereine können in ihrem Namen klagen und geklagt werden. Es fehlt ihnen aber – weil sie ein künstliches Gebilde sind – die sogenannte Handlungsfähigkeit.

    Um im Rechts- und Geschäftsleben konkret tätig werden zu können, brauchen sie natürliche Personen (Menschen), die für sie handeln. Diese Personen nennt man Organe (Funktionäre).

    Das Verhalten dieser Personen in Ausübung ihrer Tätigkeit wird grundsätzlich nicht ihnen selbst, sondern der juristischen Person (Verein) zugerechnet. Es handelt sich somit um eine Körperschaft mit privatrechtlichem Ursprung.

    Die Gründung erfolgt (beruht auf) einem privatrechtlichen Vertrag der Gründer, dem sogenannten Statut (Satzung) und

    die Mitgliedschaft beruht auf einer privatrechtlichen Vereinbarung = Beitrittsvertrag. (Dieser Beitrittsvertrag kann auch durch Einzahlung des Mitgliedsbeitrages abgeschlossen werden.)


    A. Das Vereinsgesetz legt fest, welche Organe ein Verein haben MUSS. Verpflichtend sind:

    1. ein Leitungsorgan:

    diese Organ, welches das operative Geschäft (Geschäftsführung und Vertretung) wahrzunehmen hat,

    muss aus mindestens 2 Personen bestehen (§5 Abs.3).

    Üblich sind mindestens 3 Personen (Obmann, Kassier, Schriftführer).

    Die Bezeichnung dieses Leitungsorgans steht frei.

    Übliche Bezeichnungen sind: Vorstand oder Präsidium.

    2. Organ zur gemeinsamen Willensbildung (Mitgliederversammlung)

    Übliche Bezeichnungen: Generalversammlung, Jahreshauptversammlung (wenn jährlich stattfindend)

    Die Mitgliederversammlung als oberstes willensbildendes Organ muss zumindest alle fünf Jahre einberufen werden. Die Festlegung der Intervalle erfolgt in den jeweiligen Statuten. Üblich: jährlich oder alle 2 Jahre.


    B. Das Vereinsgesetz legt fest, was jedenfalls in den Statuten zu stehen hat:  VerG §3 (2) Die Statuten müssen jedenfalls enthalten:

    1. den Vereinsnamen,

    2. den Vereinssitz,

    3. eine klare und umfassende Beschreibung des Vereinszwecks,

    4. die für die Verwirklichung des Zwecks vorgesehenen Tätigkeiten und die Art der Aufbringung finanzieller Mittel,

    5. Bestimmungen über den Erwerb und die Beendigung der Mitgliedschaft,

    6. die Rechte und Pflichten der Vereinsmitglieder,

    7. die Organe des Vereins und ihre Aufgaben, insbesondere eine klare und umfassende Angabe, wer die Geschäfte des Vereins führt und wer den Verein nach außen vertritt,

    8. die Art der Bestellung der Vereinsorgane und die Dauer ihrer Funktionsperiode,

    9. die Erfordernisse für gültige Beschlussfassungen durch die Vereinsorgane,

    10. die Art der Schlichtung von Streitigkeiten aus dem Vereinsverhältnis,

    11. Bestimmungen über die freiwillige Auflösung des Vereins und die Verwertung des Vereinsvermögens im Falle einer solchen Auflösung.

    (3) Die Statuten sind jedem Mitglied auf Verlangen auszufolgen.


    C. Das Vereinsgesetz regelt die Rechnungslegungspflichten im Verein.

    Durch diese Festlegungen sollen die finanzielle Gebarung und die wirtschaftlichen Aktivitäten des Vereins für Mitglieder und außenstehende Dritte transparenter werden, sowie der Vorstand selbst besser über die finanzielle Lage des Vereins informiert sein. Siehe Vereinsgesetz § 21

    Jeder Verein hat mindestens 2 Rechnungsprüfer zu bestellen. Die Rechnungsprüfer können, müssen aber nicht Vereinsmitglieder sein. Die Auswahl der Rechnungsprüfer obliegt grundsätzlich der Mitgliederversammlung.

    Die Rechnungsprüfer haben:

    · die Finanzgebarung im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die statutengemäße Verwendung der Mittel zu prüfen und

    · einen Prüfbericht zu erstellen;

    · dem Leitungsorgan (Vorstand) zu berichten.

    Das Leitungsorgan hat die Mitglieder darüber zu informieren.

    Bei (groben) Ungereimtheiten und der Weigerung der Leitungsorgane, für wirksame Abhilfe zu sorgen, können die Rechnungsprüfer selbst eine Mitgliederversammlung einberufen.


    D. Das Vereinsgesetz regelt die Geschäftsführung und Vertretung,

    wenn in den Statuten keine oder nur ungenaue Angaben dazu zu finden sind.

    Sehen die Statuten nichts Anderes vor, so ist die Gesamtgeschäftsführung (es genügt einfache Stimmenmehrheit) und Gesamtvertretung anzunehmen.

    Vertretungsbefugnis schließt auch die Zeichnungsberechtigung mit ein.


    E. Das Vereinsgesetz regelt den Ablauf bei Vereinsstreitigkeiten.

    Die Streitschlichtungseinrichtung (Schiedsgericht) dient der außergerichtlichen vereinsinternen Beilegung von Vereinsstreitigkeiten.

    § 8 (1) Die Statuten haben vorzusehen, dass Streitigkeiten aus dem Vereinsverhältnis vor einer Schlichtungseinrichtung auszutragen sind. Sofern das Verfahren vor der Schlichtungseinrichtung nicht früher beendet ist, steht für Rechtsstreitigkeiten nach Ablauf von sechs Monaten ab Anrufung der Schlichtungseinrichtung der ordentliche Rechtsweg offen. Die Anrufung des ordentlichen Gerichts kann nur insofern ausgeschlossen werden, als ein Schiedsgericht nach den §§ 577 ff ZPO eingerichtet wird.

    (2) Die Statuten haben die Zusammensetzung und die Art der Bestellung der Mitglieder der Schlichtungseinrichtung unter Bedachtnahme auf deren Unbefangenheit zu regeln. Den Streitparteien ist beiderseitiges Gehör zu gewähren.


    F. Das Vereinsgesetz beschreibt die Gründung und den genauen Zeitpunkt des Entstehens des Vereins als Rechtsperson. 

    § 2 (1) Die Gründung eines Vereins umfasst seine Errichtung und seine Entstehung. Der Verein wird durch die Vereinbarung von Statuten (Gründungsvereinbarung) errichtet. Er entsteht als Rechtsperson mit Ablauf der Frist gemäß § 13 Abs. 1 oder mit früherer Erlassung eines Bescheids gemäß  § 13 Abs. 2.

    § 13 (1) Ergeht binnen vier, im Fall einer Verlängerung gemäß § 12 Abs. 3 binnen längstens sechs Wochen nach Einlangen der Errichtungsanzeige keine Erklärung gemäß § 12 Abs. 1, so gilt das Schweigen der Vereinsbehörde als Einladung zur Aufnahme der Vereinstätigkeit. Der mit Fristablauf entstandene Verein (§ 2 Abs. 1) kann seine Tätigkeit beginnen. Die Vereinsbehörde hat den Anzeigern eine unbeglaubigte Abschrift der Statuten und einen Auszug aus dem Vereinsregister zu übermitteln.

    (2) Schon vor Fristablauf kann an die Anzeiger mit Bescheid eine ausdrückliche Einladung zur Aufnahme der Vereinstätigkeit ergehen, sobald die Vereinsbehörde zu einer Erklärung gemäß § 12 Abs. 1 keinen Anlass sieht. Der Einladung ist eine unbeglaubigte Abschrift der Statuten und ein Auszug aus dem Vereinsregister anzuschließen.

    siehe: Bundesministerium für Inneres (BMI) : Gründungsvorgang


    G. Das Vereinsgesetz regelt die Haftungsfragen.

    §23. Für Verbindlichkeiten des Vereins haftet der Verein mit seinem Vermögen. Organwalter und Vereinsmitglieder haften persönlich nur dann, wenn sich dies aus anderen gesetzlichenVorschriften oder auf Grund persönlicher rechtsgeschäftlicher Verpflichtungen ergibt.

    Es gilt also das Trennungsprinzip, was aber nicht ausschließt, dass es zu persönlichen Haftungen kommen kann, vor allem, wenn gegenüber Dritten ein deliktisches Verhalten gesetzt wird.

    Organwalter und Rechnungsprüfer haften dem Verein persönlich (mit ihrem Privatvermögen), sofern sie schuldhaft ihre dem Verein gegenüber bestehenden gesetzlichen und statutarischen Pflichten verletzen (auch, wenn „nur“ dem Verein ein Schaden entstanden ist.

    Vereinsgesetz-Novelle 2011 – Die Haftung von unentgeltlich handelnden Organwalterinnen/Organwaltern gegenüber dem Verein wird eingeschränkt. Das Bundesgesetz zur Änderung des Vereinsgesetzes u.a. wurde am 28. Dezember 2011 im Bundesgesetzblatt I Nr. 137/2011 veröffentlicht.

    · Beschränkung des Haftungsrisikos

    Die Haftung von unentgeltlich handelnden Organwalterinnen/Organwaltern und Rechnungsprüferinnen/Rechnungsprüfern gegenüber dem Verein wird auf grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz beschränkt.

    · Einführung des Rückersatzanspruchs

    Zum Schutz geschädigter Dritter wird die Haftung nicht generell begrenzt. Vielmehr wird der Organwalterin/dem Organwalter oder der Rechnungsprüferin/dem Rechnungsprüfer, die/der einer Dritten/einem Dritten zu Schadenersatz verpflichtet ist, die Möglichkeit eingeräumt, vom Verein die Befreiung von der Verbindlichkeit zu verlangen, es sei denn, sie/er hat den Schaden vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht.

    · Haftpflichtversicherung

    Eine Versicherung, die der Verein abgeschlossen hat, wird auch den Anspruch einer Organwalterin/eines Organwalters oder einer Rechtnungsprüferin/eines Rechnungsprüfers gegen den Verein decken.

    Literatur: Felix Prändel, Vereinsgesetz 2002, Gesetzesausgabe mit Mustersatzung;

    Rauscher, Scherhak, Hinterleitner Manz&Wirtschaftsblatt, Ratgeber: Vereine 


    Versicherung für Elternvereine

    In Kooperation mit dem Dachverband der Elternvereine bieten wir die Möglichkeit für unsere ordentlichen Mitglieder, bei der Wiener Städtischen eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Die Haftpflichtversicherung ist nur für ordentliche Mitglieder des Landesverbandes nach Bezahlung des Mitgliedsbeitrags aktivierbar.  

    Die Rechtsschutzversicherung für die ehrenamtlich für den Elternverein tätigen Personen -im Rahmen dieser Tätigkeiten- ist im Mitgliedsbeitrag inbegriffen.

    Informationen zur Versicherung

    Beilage

     

    Musterstatuten

    Montag, 15. August 2016 00:00

    Die Statuten sind eine wichtige Grundlage für die Vereinstätigkeit

    Musterstatuten Elternverein zur Anpassung

    Statutenvorlage Verein

    § 3. (1) Die Gestaltung der Vereinsorganisation steht den Gründern und den zur späteren Beschlussfassung über Statutenänderungen berufenen Vereinsorganen im Rahmen der Gesetze frei.

    Auszug aus der Sonderausgabe Elternbrief "Elternvereine als Zahler" ISBN: 978-3-9504011-0-3

    Die gesetzlichen Mindestanforderungen an ein Vereinsstatut sehen vor, dass dieses eine klare und umfassende Beschreibung des Vereinszwecks, die Vereinstätigkeit sowie deren Finanzierung enthält.

    Setzt ein Elternverein Tätigkeiten, die nicht von den Statuten des Vereins gedeckt sind, kann dies zur Auflösung führen. Gemäß § 29 Abs 1 VerG 2002 kann ein Verein durch Bescheid aufgelöst werden, wenn er seinen statutenmäßigen Wirkungskreis überschreitet oder überhaupt seinen rechtlichen Bestand nicht entspricht.

    Umgekehrt hat ein Elternverein keine Verpflichtung, alle in den Statuten festgelegten Vereinsziele und Tätigkeiten umzusetzen.

    Eine wirtschaftliche Tätigkeit – wie etwa das Anbieten von Zusatzangebot gegen Entgelt – hat einen Niederschlag in den Statuten zu finden. Die wirtschaftliche Tätigkeit des Vereins muss dem ideellen Zwecken untergeordnet sein (wird unter anderem auch als sogenanntes Nebenzweckprivileg bezeichnet). Werden die wirtschaftlichen Tätigkeiten des Vereins in den Statuten nicht angeführt, hat die Vereinsbehörde die Möglichkeit, gemäß § 29 Abs 1 VerG den Verein aufzulösen.Die gesetzlichen Mindestanforderungen an ein Vereinsstatut sehen vor, dass dieses eine klare und umfassende Beschreibung des Vereinszwecks, die Vereinstätigkeit sowie deren Finanzierung enthält.

    Der Zweck des Elternvereins sollte nicht verschwommen oder mehrdeutig dargestellt werden. Es muss eine konkrete Umschreibung des Vereinszwecks vorhanden sein. Dies kann etwa in Form einer Aufzählung der durch den Elternverein verfolgten Ziele geschehen. Bezweckt der Verein ein ergänzendes Angebot an Schulen zu schaffen, so sollte dies in der Aufzählung der Ziele eine Erwähnung finden. Die Formulierung des Vereinszwecks ist auch für die Qualifikation als gemeinnütziger Verein von Bedeutung, da anhand dieser Statutenregelung beurteilt werden kann, ob es sich um eine ideelle Zielsetzung handelt.

    Daher:

    Ebenso wie der verfolgte Zweck sind auch die Tätigkeiten des Vereins, die zur Verwirklichung der Vereinszwecke vorgenommen werden, in die Statuten aufzunehmen. Die einzelnen Tätigkeiten sollten etwa in Form einer Aufzählung im Vereinsstatut festgehalten werden.

    Ebenso ist die Art der Aufbringung der finanziellen Mittel anzuführen.

    Der Verein darf nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet sein. Bei der Beurteilung, ob dies der Fall ist, sind jedoch nicht bloß die Statuten, sondern die Tätigkeit des Vereins ausschlaggebend.

     

    Beispiele

    Zweck des Vereins:

    Der Elternverein xxxx hat die Interessen seiner Vereinsmitglieder im Zusammenhang mit der Unterrichts- und Erziehungsaufgaben der Schule xxxx zu vertreten. Zum ausschließlichen und unmittelbaren Zweck zählen insbesondere:

    die Mitwirkung im Rahmen der österreichischen Schulorganisation und die Erfüllung der dabei dem Verein zukommenden Aufgaben

    die Unterstützung des Lehrpersonals an der Schule xxxx, der Vereinsmitglieder und der Schülerinnen und Schüler in schulischen Angelegenheiten

    die Abhaltung von weiterbildender, informativer oder gesellschaftlicher Veranstaltungen

    die Schaffung oder Finanzierung eines ergänzenden Unterrichtsangebots neben den bereits bestehenden schulischen Angeboten“]

    Wie kann die Darstellung der Vereinstätigkeiten im Statut erfolgen?

    Beispielhafte Formulierung eines Passus:

    Tätigkeiten:

    „Für die Verwirklichung des Vereinszwecks sind folgende Vereinstätigkeiten vorgesehen:

    Vorträge und Informationsveranstaltungen,

    Diskussionsveranstaltungen,

    Mitgliederversammlungen,

    Weiter- und Fortbildungsveranstaltungen,

    Sportveranstaltungen,

    die Finanzierung oder Abhaltung zusätzliche Unterrichtseinheiten,

    Abhaltung von Seminaren,

    die Zurverfügungstellung von Unterrichtsmaterialien,

    Herausgabe von Publikationen

Geltungsbereich der Inhalte

Schulgesetze gelten in der Regel österreichweit. mehr